kusa beim NRW-Tag 2026

31. Aug. 2026

Kompetent und selbstbestimmt altern – kusa beim NRW-Tag 2026 in Münster

Wie können Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen auch im höheren Lebensalter selbstbestimmt leben und aktiv an der Gesellschaft teilhaben? Mit dieser wichtigen Frage beschäftigt sich das Modellprojekt „kusa – kompetent und selbstbestimmt altern“ des Psycho-Sozialen Zentrums Münster. Beim NRW-Tag 2026 in Münster wurde das Modell Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Ein Modellprojekt für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe

Älterwerden bringt Veränderungen und neue Herausforderungen mit sich. Für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen können diese besonders groß sein. Soziale Kontakte aufrechterhalten, den Alltag eigenständig gestalten, auf die eigene Gesundheit achten oder digitale Angebote nutzen – all das sind wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.

Genau hier setzt kusa an. Das zweijährige Kursprogramm richtet sich an Menschen ab 55 Jahren mit psychischen Erkrankungen und unterstützt sie dabei, ihre persönlichen Fähigkeiten zu stärken und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

In gemeinsamen Übungen, Gesprächen und alltagsnahen Trainings werden unter anderem soziale Kompetenzen, Gesundheitsbewusstsein, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe gefördert.

Das Ziel: Menschen darin zu unterstützen, möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung zu leben und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Psycho-Soziales Zentrum Münster

kusa beim NRW-Tag in Münster

Beim NRW-Tag am 29. und 30. August 2026 bot sich die Gelegenheit, das Modellprojekt einem größeren Publikum vorzustellen.

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms wurde ein Film über kusa präsentiert. Die Vorstellung auf der Wissenschaftsbühne bot Raum, das Projekt und seine Bedeutung für ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen sichtbar zu machen.

Die Eindrücke der Veranstaltung zeigen eine Gesprächsrunde auf der Bühne sowie die Präsentation auf einer großen Videoleinwand. Damit rückte ein Thema in den Mittelpunkt, das angesichts des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnt: Wie können wir Menschen mit psychischen Erkrankungen auch im Alter eine selbstbestimmte und aktive Teilhabe ermöglichen?

Wissenschaftlich begleitet und gemeinsam entwickelt

Das Modellprojekt wird vom Psycho-Sozialen Zentrum Münster durchgeführt und von der LWL-Sozialstiftung gefördert. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation übernimmt die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Abteilung Münster.

Im Förderzeitraum von 2024 bis 2027 wird das Kurskonzept entwickelt, praktisch erprobt und wissenschaftlich untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Unterstützungsangebote für älter werdende Menschen mit psychischen Erkrankungen weiterzuentwickeln. katho

Mittendrin statt außen vor

Die Präsentation beim NRW-Tag machte deutlich, wie wichtig es ist, die Lebenssituation älterer Menschen mit psychischen Erkrankungen stärker in den gesellschaftlichen Blick zu rücken.

Denn Selbstbestimmung und Teilhabe sind keine Frage des Alters. Sie brauchen passende Angebote, persönliche Unterstützung und die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Mit kusa möchten wir dazu beitragen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen auch im Alter ihren Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Mehr über das Projekt erfahren:
www.psz-muenster.de/kusa

Das Video zum Modellprojekt kusa:
Film über kusa ansehen

Logo PSZ
Unterstützt durch:
Psycho-Soziales Zentrum Münster
Geiststr. 37
48151 Münster
info@psz-muenster.de
nach oben